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Zettingen (Kirchort)

Muttergottes Kirche

Im Jahre 1670 wurde in Zettingen die erste Kapelle gebaut, die am 19. August 1670 durch den Trierer Weihbischof Professor Dr. theol. Johannes Holler geweiht wurde. Bei einer Visitation von 1680 wurde sie als neu bezeichnet. Um 1730 wurde die Kapelle erweitert und ab 1759 fanden hier regelmäßig Wochenmessen statt. 1923 begann man am Standort der heutigen Filialkirche unter Leitung von Pfarrer Mais aus Hambuch mit dem Neubau einer Kirche, deren Planung der Architekt Mockenhaupt aus Mayen übernommen hatte. Schon die alte Kapelle, aber ebenso die heutige Filialkirche ist der Gottesmutter " mater admirabilis " geweiht. Schmuckstück der Filialkirche Zettingen ist der Hauptaltar aus Holz in Barockform, der von den Gebrüdern Port aus Münstermaifeld, sehr bedeutenden Altarbauern ihrer Zeit, restauriert und vervollständigt wurde. Er ist nach der Inschrift eine Stiftung von Pastor Nico-laus Hannaeus aus dem Jahre 1676, der von 1651 bis 1684 in Hambuch als Pfarrer wirkte. Der Altar stand also offensichtlich schon in der alten, sehr viel kleineren Kapelle. Er zeigt in der Mittelnische Maria Regina mit Krone und Zepter, stehend auf einer Mondsichel und das unbekleidete Jesuskind. In der Bekrönung sieht man die Krönung Mariens und eine Darstellung der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Neben der Mittelnische befinden sich zwei gerade Pfeiler, die mit Engelsköpfchen geschmückt sind. Im Glockenturm der Filialkirche hängen zwei Glocken. Die kleinere stammt aus dem Jahre 1468, wie aus der Inschrift " Rex gloriae christe, veni cum pace a.d. MCCCLXVIII " hervorgeht und hat schon in der alten Kapelle ihren Dienst verrichtet. Seit 1871 verfügt die Kirche über eine zweite Glocke, die aufgrund einer Schenkung angeschafft wurde. Diese trägt die Inschrift: "beata virgo genetrixs. maria o.p.n." Beide Glocken wurden aus der alten Kapelle mit in die neue Kirche übernommen. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde ein elektrisches Läutewerk eingebaut, nachdem bis dahin alle Familien des Ortes in halbjährlichem Wechsel für das dreimal am Tag vorzunehmende Läuten zuständig waren. In den Jahren 1982 bis 1985 wurde die Kirche grundlegend renoviert. Zu den Gesamtkosten trugen die Zettinger nicht nur finanziell, sondern auch durch gemeinsame enorm hohe Eigenleistung in einem Gesamtwert von ca 40.000 DM bei.